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Jonna Esser ist Deutsche Meisterin

Der neuen Deutschen Meisterin im Pony-Springreiten ist in Darmstadt-Kranichstein kein einziger Fehler unterlaufen. Mit einer lupenreinen Weste stand die Amazone aus Wipperfürth mit ihrer "Cati" ganz oben auf dem Treppchen - wobei die Schimmelstute bei der EM noch unter einer anderen Reiterin zu sehen war.

„Das war wirklich eine verdiente Top-Leistung von den beiden. Mich freut es vor allem für Familie Esser, die das Pony dieses Jahr bei der Euro spontan Eva Kunkel zur Verfügung gestellt hatte, deren Pony ausfiel. Jonna ritt ihr anderes Kaderpony. Eva war dann mit Catness beste deutsche Reiterin bei den Europameisterschaften. Und jetzt hat Jonna hier Gold geholt, so dass damit auch diese sportliche Fairness indirekt belohnt wurde“, freute sich Pony-Bundestrainer Karl Brocks im Interview mit der FN über den Sieg von Jonna Esser bei der DJM.

Doch wie kam es eigentlich dazu, dass die neunjährige Schimmelstute mit der Großpferdeabstammung (Corrado I x Diamant de Semilly) aus der Zucht von Bernhard Hobe in Strzegom mit Eva Kunkel unterwegs war? "Da Evas Pony ausgefallen ist und ich ohnehin Bente reiten wollte - und wir ja auch wissen, wie gut Eva reitet - haben wir es dann mal mit Cati und Eva versucht", erklärt die 14-Jährige. "Es hat auf Anhieb sehr gut geklappt! Cati ist ein sehr liebevolles Pony mit einem riesen großen Herz, viel Ehrgeiz und jede Menge Vermögen. Sie ist aber auch sehr sensibel." 

Der Sieg bei den Deutschen Jugendmeisterschaften war einer ihrer bislang größten Erfolge. "Unbedingt damit gerechnet hatten wir nicht, Fehler sind ja immer schnell passiert!" Langeweile kommt nach dem großen Triumph nicht auf. Nächste Woche reitet Jonna in Kronenberg/NED und sie hofft, dass sie anschließend die Qualifikationen für die FEI Jumping Ponies Trophy reiten darf.

Silber ging an Franca Clementine Kröly und ihren Karim van Orchid’s. In den ersten beiden Wertungsprüfungen rangierte das Paar an dritter und erster Stelle. Im ersten Umlauf der dritten Wertung mussten sie einen Abwurf in kauf nehmen, konnten sich mit einer Nullrunde im zweiten Umlauf aber auf den Silberrang kämpfen.

Ein wahrer Krimi war der Kampf um die Bronzemedaille, denn fünf Paare mit je acht Fehlerpunkten lagen nach den drei Wertungsprüfungen gleichauf. Leonie Assmann und Hankifax H blieben im Stechen nicht nur fehlerfrei, sondern waren auch knapp zwei Sekunden schneller, als Emile Baurand und Ami. Damit freute sich das Paar über den dritten Platz. Zufrieden war auch der Bundestrainer: „Sie hat alles riskiert und das Glück war auf ihrer Seite. Im letzten Jahr haben sich die beiden wirklich gut weiter entwickelt."

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