Lamprechtshausen/AUT: Bronze im Nationenpreis

„Technisch schwer - aber machbar", so war die Meinung von Hanna Bräuer zum Parcoursaufbau im Nationenpreis von Lamprechtshausen/AUT.

Die Bundeskaderreiterin legte mit Miss Mc Fly D NRW zwei Nullrunden hin. Für sie war es der sechste Nationenpreis, den sie in ihrer bisherigen Laufbahn reiten durfte.
„2021 bin ich hier in Lamprechtshausen meinen ersten Nationenpreis überhaupt geritten. Das Turnier ist sehr schön und so liebevoll gestaltet", erzählt die 14-Jährige, deren nächster Start beim Preis der Besten in Warendorf sein wird.
Sie empfand den Parcours als nicht ganz so hoch, dafür aber technisch sehr anspruchsvoll. „Mein Pony Miss Mc Fly hat ein riesengroßes Herz und macht viel möglich im Parcours, auch, wenn man mal nicht optimal zum Sprung kommt. Sie versucht aus jeder Situation das Beste zu machen und ist dabei sehr rittig und hat viel Vermögen", beschreibt sie die Stute.

Ava Ferch und Chessy blieben im ersten Umlauf null, kassierten im zweiten dann acht Strafpunkte. Jolie Marie Kühner mit Del Piero und Jonna Esser, ebenfalls Mitglied im diesjährigen Bundeskader, mit Catness mussten sowohl im ersten als auch im zweiten Umlauf Abwürfe hinnehmen. Mit insgesamt 16 Fehlern kamen die Deutschen auf den Bronzeplatz. Siegreich war das Team aus Schweden, das komplett fehlerfrei blieb, vor der Equipe aus den Niederlanden, die sich einen Abwurf leisteten.

Insgesamt gingen sieben Nationen an den Start.

Im Großen Preis schaffte es keiner der Deutschen in die Platzierung. Leonie Assman und Hankifax H rutschten mit einem Abwurf knapp aus der Platzierung heraus und wurden erste Reserve. Auch Jolie Marie Kühner und ihr Schimmelhengst Del Piero sowie Eva Kunkel mit Marry the Night mussten einen Abwurf hinnehmen. Bei Hanna Bräuer und Miss Mc Fly NRW kamen zum Abwurf noch Zeitstrafpunkte hinzu.

Freuen konnte sich indes Eva Kunkel mit ihrem Magic's Boy ST. Sie gewann in der Pony Big Tour das Einzelspringen über 1,25 Meter vor der Britin Ruby Barrs und Faith sowie ihrer Landsmännin Phoebe Farman und Teach More Joey. Auf Platz vier kamen Marthe-Louize Dieu und Svarovski aus Belgien.
Die weiteren deutschen Reiterinnen Amy Helfrich mit Linda und Leonie Assmann mit Hankifax H konnten sich in dem Springen nicht platzieren.

„Ich habe mich natürlich sehr über den Sieg gefreut und genieße jeden Erfolg, den ich mit Magic's Boy erreiche", so Eva Kunkel nach ihrem Ritt.
Und wie ist ihre Meinung zum Turnier in Lamprechtshausen?
„Ich finde es schön, dass hier so viele Nationen an den Start gegangen sind", erzählt die 16-Jährige. Desweiteren lobte sie die Bodenverhältnisse in Lamprechtshausen, die ihrer Meinung trotz Regen sehr gut waren.

Für Eva ist es das letzte offizielle Ponyjahr. Was wünscht sie sich dafür?
„Für die weitere Saison wünsche ich mir, dass meine Ponys fit und gesund bleiben. Es wäre toll, wenn ich dieses Jahr noch die eine oder andere Medaille auf Championaten oder Meisterschaften mitnehmen könnte", so Eva. Als nächste Station steht für sie der Preis der Besten in Warendorf an.

In einem weiteren Springen über 1,25 Meter konnten die Deutschen noch einmal mit Platzierungen aufwarten.
Leonie Assmann und Hankifax H platzierten sich auf Rang vier, Hanna Bräuer mit Crazy Cinderella auf Platz sechs und Eva Kunkel mit Marry the Night auf Rang zehn.

Siegreich im Großen Preis war der Niederländer Milan Morssinkhof mit Carrick, dem früheren Erfolgspony von Lars Volmer. Volmer wurde mit dem Hengst sowohl Mannschaftseuropameister 2013 als auch Deutscher Meister 2012 und 2013. Morssinkhof blieb als einziger Starter sowohl im ersten Umlauf als auch im Stechen fehlerferei.

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