Oliver Twist im neuen Zuhause

Nach acht gemeinsamen Jahren lässt Taja Kiesewetter ihren "Oli" weiterziehen. Vor einer Woche trat ihr Herzenspony die weite Reise zum Starnberger See an, hier macht er eine große Familie glücklich!

 

Der neue glückliche Reiter heißt "Rafi", genauer gesagt Rafael Reichart-Eisenhardt. Er reitet seit knapp zwei Jahren und begeistert sich sowohl für das Springen, als auch für die Dressur. "Ich könnte mich gar nicht für eine Disziplin entscheiden, ich reite beides gleich gerne!" Diesen Satz haben wir auch schon von Taja Kieswetter gehört, die - wenn es die Zeit zulässt - auch noch in der Vielseitigkeit unterwegs ist. Kein Wunder, dass die Chemie zwischen den beiden Familien gleich stimmte!

Der jetzt zehnjährige Ombri B-Sohn Oliver Twist aus der Zucht von Jürgen Reese wurde von Tajas Mutter Zweijährig entdeckt, damals war er noch recht klein und mickrig. Und obwohl die bald 17-jährige Taja noch sehr jung war, ritt sie ihn selbst an. Aller Anfang war schwer, doch die beiden wuchsen zu einem klasse Team heran. Neben zahlreichen Erfolgen im Springparcours bis zur Klasse M** waren die beiden auch in L-Dressuren auf Schleifenjagd.

Familie Eisenhardt hat insgesamt acht Kinder, die alle reiten. Die Jüngsten sind die Drillingsmädchen Anouk, Arielle und Anastasia, sie sich ebenfalls schon für die Ponys begeistern. Auch Mutter Annette war früher im Dressursattel unterwegs, heute gilt ihre ganze Aufmerksamkeit den Kindern. "Auf Oli sind wir durch Eva Esser aufmerksam geworden, die wiederum die Mama von Taja Kiesewetter kannte."

Über 800 Kilometer weit war die Reise zur Wurster Nordseeküste, dem ehemaligen Zuhause von Oliver Twist. Doch ein Ausprobieren reichte, bei dem der dunkelbraune Wallach das Herz der Familie eroberte. "Es hat gleich richtig gut geklappt", schwärmt Rafael noch heute, "wird sind auch echt hoch gesprungen, das war gar kein Problem!" Auch die dressurmäßige Arbeit klappte auf Anhieb.

Fünf Tage später trat "Oli" dann auch schon die Reise in sein neues Zuhause in Bayern an, wo er sich gleich wohlfühlte. Er steht im Stall von Uwe Schwanz, dem internationalen Dressurreiter, der gleichzeitig bis zur Klasse S im Springen unterwegs ist. Kein Frage, dass er Rafis großes Vorbild ist: "Mein größter Traum ist es, einmal im Bundeskader der Dressur- und Springreiter zu sein!" Aktuell stehen aber zunächst die ersten L-Dressuren und Springprüfungen auf A**-Niveau auf dem Wunschplan. Und die Kadersichtungen in München, wenn die hoffentlich bald stattfinden!