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Vergoldetes Wochenende in Langenfeld

Bei den Rheinischen Meisterschaften ging die Goldmedaille mit einem Start-Ziel-Sieg an eine 15-jährige Amazone aus Essen. Dabei hatte sie vor der finalen Kür ganz schön großen Respekt!

Schon im vergangenen Jahr war der Sieg bei den Rheinischen Meisterschaften zum Greifen nah. Nachdem Maleen Kohnle mit ihrer jetzt siebenjährigen D-Day AT Tochter Dabia Dior aus der Zucht von Anja Maier die ersten beiden Wertungsprüfungen für sich entscheiden konnte, zerplatzte der Traum von der Goldemedaille in der Kür. "Wir sind damals unsere allererste Kür geritten, das hatte nicht so gut gut geklappt", erzählt Maleen. Für einen Platz auf dem Treppchen reichte es dennoch, hinter Lara Stoll und Laura Amelie Borges wurde sie Dritte.

Auch 2021 lief es für Maleen und Dabia bestens in den ersten beiden Wertungsprüfungen, die sie mit 72,650 und 72,805 Prozent gewinnen konnten. "Vor der Kür hatte ich dann ganz schön Angst, weil mich alles an das vergangene Jahr erinnerte", räumt Maleen ein. Doch die beiden, die schon seit drei Jahren gemeinsam im Viereck unterwegs sind, gaben mächtig Gas - und gewannen die Kür mit 76,292 Prozent! "Dieser Erfolg bedeutet mir sehr viel. Es ist schön zu wissen, dass wir beide alles gemeinsam gelernt haben und den Weg zusammen gegangen sind."

Denn Dabia Dior gehört Familie Kohnle schon, seitdem sie vier Jahre jung ist. Zuvor war die Fuchsstute mit Jaqueline Schurf Westfalenchampioness (2017) und zweimale Bundeschampionats-Finalistin (2017 Rang sechs und 2018 Bronze). Gemeinsam nahmen Maleen und Dabia Dior 2019 die ersten Dressurponyprüfungen der Klasse A in Angriff und freuten sich noch im selben Jahr über den Titel der Westfalenchampioness und den der Vize-Bundeschampioness.

Danach fassten Maleen und Dabia Dior nicht nur in der FEI-Tour, sondern auch in internationalen Prüfungen Fuß. Der Sieg bei den Rheinischen Meisterschaften war in ihrem letzten gemeinsamen Ponyjahr das i-Tüpfelchen. "Das Turnier in Langenfeld war wirklich schön. Besonders toll war es, dass auch wieder ein paar Stände da waren und Zuschauer kommen durften!" Das große Highlight sei dann die große Championatsehrung am Sonntag auf dem Springplatz gewesen. Dabei durfte auch das Baden im Wassergraben nicht fehlen. "Die blauen Flecken sind nicht mehr aus der weißen Reithose herausgegangen, aber das war es wert!" Dafür wurden auch die beiden anderen Medaillengewinnerinnen, Julie Sofie Schmitz-Heinen und Georgina Kraft, in's kühle Nass geworfen - Gerechtigkeit für alle!

Das nächste große Event steht bereits an diesem Wochenende an, für Maleen und Dabia geht es nach Darmstadt zu den Deutschen Jugendmeisterschaften. Die junge Stute ist in den fremden Stallzelten immer sehr entspannt, immerhin war sie schon "von klein auf" auf Reisen. "Wenn wir ankommen, wälzt sich Dabia immer einmal und solange sie etwas zum Mümmeln hat, ist sie bestens zufrieden", weiß ihre Reiterin. Unterstützt werden die Zwei von Maleens Eltern, ihrer Schwester Charlotte und ihrer Trainerin Stefanie Meyer-Biss.

Eine gewisse Anspannung ist natürlich immer mit dabei. Aber wenn Maleen Dabia einflechtet, wird sie innerlich ruhiger. "Und wenn ich dann auf dem Pony sitze, ist alles gut und ich kann mich voll und ganz auf das Reiten fokussieren!" Die erste Wertungsprüfung findet bereits am Donnerstag statt, die nächsten beiden Runden folgen am Freitag und Samstag. Und wer weiß, vielleicht macht Dabia Dior ihrer Reiterin, die in einer Woche 16 Jahre alt wird, ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk!