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EQUITARIS Trophy des Monats: Antonia Fulst

Antonia Fulst und Fernet haben das Bundesnachwuchschampionat der Pony-Vielseitigkeitsreiter nicht nur mit der hannoverschen Mannschaft gewonnen, auch in der Einzelwertung feierte das Paar einen großen Erfolg. Nicht zu vergessen: Hinter diesem Erfolg steckt ein tolles Team!

Ihre Teamkollegen erzählten der Vielseitigkeitsreiterin aus Königslutter, dass sie vor dem finalen Gelände des Bundesnachwuchschampionats "nur" an dritter Stelle liegt. Sie wussten natürlich, dass die 15-Jährige das Feld in der Einzelwertung anführte, aber so war der Druck nicht ganz so groß - und die Taktik ging auf! Am Ende verhalf sie dem hannoverschen Team nicht nur zur Goldmedaille, auch in der Einzelwertung stand sie ganz oben auf dem Treppchen. Die EQUITARIS Trophy des Monats geht im Juli an Antonia Fulst.

"Ich reite eigentlich schon immer", lautete die Antwort von Antonia auf die Frage, seid wann sie mit dem Pferdevirus infiziert ist. Mit der Shettystute Babsy ging sie in den ersten (Spring)reiter-Wettbewerben an den Start, ihr erstes eigenes Pony war die heute 16-jährige Kantje's Toy Boy-Tochter Justine aus der Zucht von Carla van de Laar. Mit ihr nahm sie auch den ersten Geländereiter-Wettbewerb in Angriff. "An die Vielseitigkeit bin ich durch meine Patentante Anke Müller gekommen", erzählt Antonia. Mutter Corinna Fulst war früher selbst aktiv im Sattel, bevorzugte aber die Dressurreiterei. Vater Andreas hatte als Kind mal ein Pony, verfolgte seine reiterlichen Ambitionen aber nicht weiter.

"Justine war anfangs etwas kompliziert im Parcours, auf ihr habe ich das Reiten richtig gelernt", erinnert sich die Vielseitigkeitsreiterin. Im letzten Jahr hatte sie dann das Glück, die irische Fuchsstute Toutsi von Felicia von Baath übernehmen zu dürfen. Mit ihr gehörte Antonia zur siegreichen Mannschaft der Goldenen Schärpe auf dem Linslerhof in Überherrn, wobei die beiden im abschließenden Springen nicht mehr an den Start gehen konnten. Toutsi hatte sich verletzt und zwar so schwer, dass es am Ende keine Hoffnung mehr gab.

"An dem Tag, an dem ich mich von Toutsi verabschieden musste, bekam Familie von Baath einen Anruf von Familie Junge, die auf der Suche nach einem neuen Reiter für ihren Ponywallach waren", blickt Antonia zurück. Im Oktober 2019 probierte sie dann den heute zwölfjährigen For Kids Only-Sohn Fernet aus der Zucht von Sarah Jürgens aus und das neue Paar harmonierte von Anfang an. Das erste Turnier stand im Februar diesen Jahres an, neben einem zweiten Platz im Stil-A-Springen (8,1) gewannen die beiden ein Stil-E-Springen mit der Traumnote 9,0. Danach folgten Turniere in Westerstede, Rüspel (4. Platz VA) und zweimal Luhmühlen, wo sie sich Platz drei in einer Kombinierten Prüfung Kl. A und einen vierten Platz bei den Hannoverschen Landesmeisterschaften sichern konnten. In der Vorbereitungsphase legte Antonia - zusätzlich zum Training mit Claus Erhorn - sehr viel Wert auf die dressurmäßige Arbeit mit ihrem Dressurtrainer Christian Aue. Dann ging es auch schon zum Bundesnachwuchschampionat nach Warendorf.

"Die Dressur hätte vielleicht noch ein bisschen besser sein können, daran hatten wir in der letzten Zeit viel gefeilt", erklärt Antonia die erste Teilprüfung - schließlich gab es hier "nur" eine 7,7... Mit einer 8,5 im Vormustern und Traumnoten von 9,0 und 9,2 im Springen und im Gelände gewann das Paar am Ende die Einzelwertung - und verhalf dem hannoverschen Team ebenfalls zur Goldmedaille. "Die Atmosphäre war sehr familiär, aber es wäre natürlich schön gewesen, wenn mehrere Begleitpersonen erlaubt gewesen wären", erzählt die Siegerin, die vor Ort von ihren Eltern unterstützt wurde. Ihre Schwester Amelie verbrachte die Zeit bei Familie von Baath in Luhmühlen und feierte dort ihren zwölften Geburtstag. Auch sie ist erfolgreich in der Vielseitigkeit unterwegs, dabei setzt sie auf die zwölfjährige Puccini-Tochter Phara. 2019 verlieh Amelie Phara an Antonia, die aus dem ursprünglichen Dressurpony kurzerhand ein Buschpony machte und u.a. Platz 14 in der Einzelwertung bei der Goldenen Schärpe in Beedenbostel belegte.

Den zwölfjährigen Fernet beschreibt die Schülerin als "sehr speziell": "Er möchte gerne der Chef sein und ist manchmal etwas frech. Auf dem Turnier ist er unglaublich aufgeregt, sodass man selbst ganz viel Ruhe ausstrahlen muss. Das ist aber kein Problem für mich - vielleicht passen wir genau aus diesem Grund so gut zusammen!" Wie die gemeinsame Zukunft von Antonia und Fernet aussieht, weiß die Reiterin aus Königslutter noch nicht. "Ich bin Familie Junge unglaublich dankbar dafür, dass ich ihr Pony reiten darf!" Weitere Turniere sind noch nicht genannt, Familie Fulst fährt in den Urlaub und Fernet darf ebenfalls seine Freizeit genießen - das hat er sich verdient!