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EQUITARIS Trophy des Monats: Madita Bruhn

Sie ist die Reiterin des frisch gebackenen Bundeschampions der fünfjährigen Springponys 2020. Erfolgreich unterwegs war Madita Bruhn aber auch mit ihren anderen Nachwuchshoffnungen!

 

Gleich drei Ponys brachte die Springreiterin aus Schleswig-Holstein beim Bundeschampionat an den Start, alle drei Ponys im Klassement der fünfjährigen Springponys. Alle drei Ponys brachten eine Schleife mit nach Hause, der Fuchshengst aus dem Trio sogar drei - inklusive dem Titel des Bundeschampions 2020! Die EQUITARIS Trophy des Monats geht im August an Madita Bruhn.

"Wir wussten, dass er es drin hat", freut sich die 16-jährige Springreiterin aus Leck. "Er" ist kein geringerer als der fünfjährige A new Star-Sohn Little Star aus der Zucht von Annette Lembeck-Heßling, der im Besitz der Familie Wollesen steht. In der Einlaufprüfung platzierte sich der Fuchs mit 8,3 an dritter Stelle, ebenso wie in der Finalqualifikation, in der er mit 8,4 noch einen Hauch besser war. Eine noch deutlichere Steigerung war den Richtern der Ritt im Finale wert, bei dem Little Star seinem Namen alle Ehre machte und den Titel mit einer 8,8 mit nach Hause nahm.

"Es war gut, dass wir mit Little Star schon zum Vorbereitungslehrgang in Warendorf waren", erzählt Madita, "er spielt als Hengst doch gerne mal den großen Macker und ist so auf dem Bundeschampionat gleich angekommen!" Seit einem halben Jahr sind die beiden gemeinsam unterwegs, geklappt hat es auf Anhieb gut. "Er weiß, wann es drauf ankommt und lernt unglaublich schnell!" Das gefiel auch Bundestrainer Peter Teeuwen in Warendorf gut: Ein Pony, das für sein Alter schon unglaublich weit ist.

Aber auch die anderen beiden Ponys von Madita mussten sich keineswegs verstecken. Die Dreidimensional I AT NRW-Tochter Wiesbylls Dufte Biene aus der Zucht von Christiane Schulz gewann die Einlaufprüfung mit 8,5, der Aldan-Sohn Amazing aus der Zucht der ZG Paulsen rangierte dort an fünfter Stelle mit 8,2 und verpasste in der Finalqualifikation mit 7,8 nur ganz knapp eine Platzierung. "Amazing und Shelly (Spitzname von Little Star) sind sich recht ähnlich und fühlen sich beim Reiten eher an, wie ein Großpferd", vergleicht Madita, "Biene ist ein richtiges Pony, ehrgeizig und kämpferisch, sie will keine Fehler machen - aber das wollen die anderen beiden auch nicht!"

Während der Vorbereitung auf das Bundeschampionat waren alle drei Ponys weiterhin bei ihren Besitzern untergebracht. Beim Training unterstütze Vater Jürgen Bruhn seine Tochter, die heute für die Springreiterei schwärmt. Das war aber nicht immer so. Früher nahm Madita regelmäßig am Bundesvierkampf teil und war somit auch in der Dressur unterwegs, mit Welshpony Carlos sammelte sie Siege und Platzierungen auf L-Niveau. "Früher habe ich auch Handball gespielt, es irgendwann aber wegen des Reitens aufgehört", blickt Madita zurück, die sich heute im Fitnessstudio und beim Joggen fit hält.

Da in diesem Jahr keine Zuschauer auf dem Bundeschampionat erlaubt sind, war die Atmosphäre eine andere. "Der Applaus hat schon ein wenig gefehlt", räumt die 16-Jährige ein, "aber man wusste ja, dass einem die Freunde von Zuhause aus die Daumen drücken und vor dem Bildschirm mitfiebern - also war es okay!"

Als nächstes geht es für Amazing und Wiesbylls Dufte Biene zum Landeschampionat nach Schülp bei Rendsburg. Das sollte eigentlich wie jedes Jahr in Bad Segeberg stattfinden, doch da das Turnier abgesagt werden musste, wurde kurzerhand eine Alternative gefunden! Little Star fährt nicht mit zum Championat, er darf sich noch ein wenig auf seinem Titel ausruhen: "Wir müssen mal schauen, wie es jetzt mit ihm weiter geht - jetzt hat er erst mal Pause, das hat er sich verdient!"