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EQUITARIS Trophy des Monats: Friedrich Quast

Für den 14-jährigen Vielseitigkeitsreiter ist es eine große Ehre, seit 2021 zum Bundeskader zu gehören. Dabei widmete er sich am Anfang einer anderen Disziplin!

Der vierte Platz beim Preis der Besten 2021 gehört zu den größten Erfolgen des Vielseitigkeitsreiters. Nach der Dressur noch an 13. Position liegend absolvierte der für den Landesverband Hannover an den Start gehende 14-Jährige fehlerfreie Runden im Gelände und im Parcours, bei denen er lediglich Zeitfehler in Kauf nehmen musste. Sein Sportpartner Mr. Berny begleitet ihn mittlerweile schon seit drei Jahren, die EQUITARIS Trophy des Monats geht im Mai an Friedrich Quast.

Seit 2016 lebt Familie Quast im niedersächsischen Uenzen. Das Interesse für die Pferde und die Reiterei gaben Hilke und Gustav-Axel an ihre vier Kinder weiter, denn Friedrich hat noch drei jüngere Geschwister: die Zwillinge Philipp und Felix (13) und Nesthäkchen Lina Marie (8). "Ich saß schon mit drei Monaten vorne im Sattel meiner Eltern", erinnert sich Friedrich, "mit neun Jahren habe ich das Jagdreiten für mich entdeckt!" Ein Besuch auf dem Geländeplatz in Luhmühlen weckte in ihm das Interesse für die Vielseitigkeit und aus einem "einfach mal ausprobieren" wurde eine neue Leidenschaft.

Sein erstes E-Gelände ritt Friedrich 2018 mit der selbst gezogenen FS Mr. Mobility-Tochter Maxi Maebh, weitere Erfolge feierte er mit Monastella (v. Mozart II) aus der Zucht von Karin Dartmann. Felix war mit der 17-jährigen Stute ebenfalls auf Schleifenjagd, in diesem Jahr ist Lina Marie mit Monastella in E-Springen unterwegs. 2018 trat Mr. Berny in Friedrichs Leben, den er bei der Züchterfamilie Pede ausprobierte. "Mr. Berny ist ein Pony zwischen Genie und Wahnsinn", beschreibt Friedrich den Charakter des 15-jährigen Maccardo-Sohnes, auf den immer Verlass ist.

Die Erfolgsliste von Mr. Berny und Friedrich ist lang: 2019 gehörten die beiden zum hannoverschen Bronze-Team der Goldenen Schärpe, hinzu kam Rang sieben in der Einzelwertung. Ein Jahr später gewann das Paar Gold mit der Mannschaft und Bronze in der Einzelwertung beim Bundesnachwuchschampionat der Pony-Vielseitigkeitsreiter in Warendorf - was ihnen die "Eintrittskarte" für die Deutschen Jugendmeisterschaften bescherte. In bleibender Erinnerung sind auch die Starts im Ausland, zuletzt im April diesen Jahres im niederländischen Oudkarspel, wo Friedrich und Mr. Berny Rang neun in der CCIP2*-Prüfung erreichten.

Niemals vergessen wird Friedrich, der nebenbei auch hin und wieder Fußball spielt, die Berufung in den Bundeskader Ende 2020. "Zwei Tage vor Weihnachten kam mein Vater plötzlich in mein Zimmer und gratulierte mir - das war eine tolle Überraschung, mit der ich vorher nie gerechnet hätte!" Nicht ganz unbeteiligt an Friedrichs Karriereleiter sind seine Trainer. Dabei setzt er auf Hilmar Meyer und Marvin Drenkhahn, den dressurmäßigen "Feinschliff" gibt es von Ina Thalmann. Täglich reitet Friedrich vier oder fünf Ponys und Großpferde, darunter neben Fluke of Nature (v. For Edition I; Z.: Hermann Bohlmann) auch den Ludwig von Bayern-Sohn Ludwig von Aachen und Matariki (v. Bonaparte N AA) aus der Zucht von Michael Beindorf.

"Meine Mutter fährt meistens zu den Tagesturnieren mit, mein Vater ist bei den Übernachtungsturnieren dabei", erklärt Friedrich die Aufteilung im Hause Quast. Denn bei vier reitenden Kindern muss alles gut geplant sein! Der Sport ist Familiensache, insgesamt leben zwölf Ponys und Pferde auf dem Hof in Uenzen - die Kinder unterstützen sich alle gegenseitig. "Meine Eltern sind eigentlich beide immer ganz entspannt, wenn ich ins Gelände reite. Auch ich bin nicht nervös, sondern eher konzentriert und fokussiert." Aktuell liegt die volle Konzentration auf der CCIP2*-L Prüfung in Westerstede, die gleichzeitig eine Sichtung für die Europameisterschaften 2021 ist. Viel Glück!