Auch die Abteilung Ponys geht an Westfalen
Klein, aber fein war das Starterfeld bei den Ponys mit 31 Paaren. Fünf der insgesamt sechs Teams bestanden nur aus drei Paaren. Als einziger Landesverband stellte Westfalen ein Fünferteam. Und dieses ging wie bei den Pferden als Führendes in den abschließenden Geländeritt. Dort zeigte sich Frieda Schulze Zurmussen am routiniertesten und trug mit einer glatten 9,0 zum Golderfolg des Teams bei. Insgesamt kamen 355,6 Punkte für das Team zusammen, dem auch Laetitia Schulze Wälter mit Nanchos Noble Diamond, Frieda Sohlmann mit Dream it, Jakob Suttorp mit Carlotta und Catharina Frie mit Veivels lLittle Queen NRW angehörten.
„Ich stelle fest, dass doch jedes Jahr wieder einige unserer Reiter hier bei dieser sehr wichtigen Prüfung über sich hinauswachsen“, freute sich Mannschaftsführerin Anna Roggenland über den Erfolg. Von ungefähr kommt dieser nicht. „Es zahlt sich einfach aus, dass man die Reiter nicht nur alle paar Wochen einmal sieht, sondern sie auch regelmäßig über den Winter betreut. Und sie auch auf dem Turnier kennt“, sagte sie.
Für Anna Roggenland war es der zehnte Sieg und der dritte in Folge beim Bundesnachwuchschampionat. Dies im Zusammenhang mit einem 25-jährigen Jubiläum als Pony-Stützpunkttrainerin bot dem Pferdesportverband Westfalen Anlass genug, sie mit seiner Trainermedaille in Silber auszuzeichnen.
Auf dem Silberrang landete das Dreierteam aus Hannover mit Lina Schütz und Navis, Lotta Bo Laabs mit Daila HE und Lisa von Helldorff mit Valerossi, jüngere Schwester der am selben Wochenende bei den Pony-Europameisterschaften Dressur startenden Lilli von Helldorff. Sie war auch diejenige, die das beste Ergebnis für das Team erzielte, insgesamt kamen 350,90 Punkte zusammen.
Starke Leistung der Sachsen im Gelände
Nur zu dritt waren auch die Sachsen am Start und fielen wie in den letzten Jahren immer häufiger durch ihr gutes Geländereiten auf. Luna Marie Hain hatte mit Golden Sunshine etwas Pech, dafür gefielen die Ritte von Johanna Martha Liebergeld mit Luis und Irmely Zimmermann mit Aarvandt umso besser. Dafür gab es die 9,3 beziehungsweise 9,2, die Höchstnoten in diesem Starterfeld. Und für das Team gab es mit 335,70 Punkten die Bronzemedaille.
Ähnlich wie Anna Roggenland erläutert der sächsische Mannschaftsführer Matthias Grupen das gute Abschneiden wie folgt: „Erstmal ist es natürlich super erfreulich, dass die langjährige Arbeit so langsam anfängt, Früchte zu tragen. Wir stecken unheimlich viel Energie in den Saisonabschluss schon für die nächste Saison, machen dort Lehrgänge und arbeiten mit unseren Reitern und Reiterinnen. Und im Frühjahr auch. Da haben wir bestimmt, um in die ersten Prüfungen reinzukommen, drei bis fünf Trainingsveranstaltungen, bei denen wir miteinander arbeiten. Man lernt und kann am Ende nur das, was man auch wirklich übt“, sagte er. „Was ich persönlich ganz wichtig finde, ist, den Kindern mehr Selbstreflexion zu vermitteln. ‚Warum bist du da so geritten?‘ Das ist von Haus aus im Bewusstsein der Kinder nicht drin. Das muss man ihnen erklären. Und es lohnt sich, da viel Energie reinzustecken und wirklich penibel zu sein. Und das beginnt mit der Dressur.“
Romy Koch gewinnt Einzel-Gold bei den Ponys
Dank ihrer guten Leistungen konnten sich die beiden sächsischen Reiterinnen auch in der kombinierten Einzelwertung weit oben platzieren. Zimmermann mit 122,7 Punkten auf Platz vier, Liebergeld mit 125,3 Punkten sogar auf dem Bronzerang. An die Spitze setzte sich in dieser Abteilung die Baden-Württembergerin Romy Koch mit dem ehemaligen EM-Pony Mas que dos. Sie konnte als Einzige in allen Teilprüfungen Noten von 8,0 und besser vorweisen. Endstand: 126,0 Punkte. Die Silbermedaille ging an Sonja Schlubeck, Einzelreiterin aus Sachsen-Anhalt, die mit Sir Paco 125,5 Punkte erzielte.
Quelle: Pferdesport Deutschland/Hb
Ergebnisse:
Kombinierte Prüfung Kl. A** Ponys
Bundesnachwuchschampion Vielseitigkeit
1. Romy Koch und Mas que dos (126,0 Punkte)
2. Sonja Schlubeck und Sir Paco (125,5)
3. Johanna Martha Liebergeld und Luis (125,3)
4. Irmely Zimmermann und Aarvandt (122,7)
5. Catharina Frie und Veivels little Queen NRW (122,2)
6. Lia Wickler und Nelson's Diamont (121,4)
7. Lisa von Helldorff und Valerossi (121,4)
8. Lotta Bo Laabs und Daila HE (120,4)
Mannschaftswertung
| Platz | Reiter | Pony | Gelände (x5) | Dressur (x4) | Springen (x4) | Vormustern (x1) | Theorie (x1) | Summe |
| 1. | Westfalen | 355,60 | ||||||
| 1. (19) | Laetitia Anna Schulze Wälter | Nanchos Noble Diamond | 0,5 | 7,4 | 8,3 | 9,5 | 10,0 | (84,80) |
| 1. (10.) | Frieda Sohlmann | Dream it | 7,3 | 8,2 | 6,0 | 9,0 | 10,0 | (112,30) |
| 1. (9.) | Jakob Suttorp | Carlotta | 7,0 | 7,1 | 7,6 | 9,5 | 10,0 | 113,30 |
| 1. (3.) | Catharina Frie | Veivels little Queen NRW | 7,6 | 8,3 | 8,0 | 9,0 | 10,0 | 122,20 |
| 1. (7.) | Frieda Schulze Zurmussen | D'Accord | 9,0 | 8,2 | 5,7 | 9,5 | 10,0 | 120,10 |
| 2. | Hannover | 350,90 | ||||||
| 3. | Sachsen | 335,70 | ||||||
| 4. | Rheinland | 318,50 | ||||||
| 5. | Hessen | 296,10 | ||||||
| 6. | Thüringen | 217,30 |
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